Die Vorreiter
Spielbetrieb vor 100 Jahren
Antreten war Pflicht
100 Jahre TC Desenberg

Einen richtigen Tennisplatz gab es in Warburg weder 1898 noch 1904. So suchten sich die ersten Tennisspieler ein Stück Wiese für ihr Spiel. Dort legten sie ihr Spielfeld fest und zogen ein paar Linien. Das Spielfeld bestand aus Netz und Pfosten, den Befestigungsseilen und -haken sowie Bällen und Schlägern. Der britische Major Wingfield hatte es sich 1874 patentieren lassen.

Glücklicherweise fand der Lawn-Tennis-Club der Primaner sofort den richtigen Standort. Er zog auf den Schützenplatz, der in jenen Jahren noch Viehmarkt und später Hindenburgplatz hieß. Dort schlug man, wie in der Satzung nachzulesen ist, nach den Bällen, um dadurch "die freie Zeit auszufüllen und somit die Langeweile zu vertreiben, welche Anlass dazu gibt, die Schulgesetze zu übertreten".

Auch der neue TC Desenberg spielte zunächst auf dem Schützenplatz unter den Kastanien neben der heutigen Tennisanlage. Der Verein hatte nach der Gründung 25 Mitglieder, acht Herren und 17 Damen.
Bald tauchte ein einem jeden Tennisspieler bekanntes Problem auf: Durst. Man zog, "um in der Nähe einer Wirtschaft zu sein", erst neben den Bürgerverein und 1912 zum Westfälischen Hof an der Kasseler Straße, wo man das Spielfeld im Garten aufbaute.Viel ist nicht überliefert aus jenen Jahren.
1914 begann der Erste Weltkrieg. Erst 1924 lebte der Verein wieder richtig auf. Den Platz beim Westfälischen Hof hatte er allerdings aus nicht bekannten Gründen verloren.





Auf dem Schützenplatz präsentierten sich im Jahre 1909 dem Warburger Kreisblatt: (sitzend von links) Marie Klare, Maria Böttrich geb. Evers, (stehend) Sophie Dodt, Trudel Bernert, Josefine Meyer, Lotte Outtmann, Studienrat Dr. Marree, Alexe Wien geb. Geissei, Maria Bering, Dr. Julius Böhmer, Elisabeth Limbach geb. Bering.




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